Bald ist es wieder soweit: Jedes Jahr am vierten Freitag im November locken Shops weltweit mit Rabattaktionen, um den Konsum anzuregen. Gemeint ist natürlich der Black Friday, der in Deutschland und den USA gleichermaßen zum alljährlichen Ritual von Schnäppchenjägern geworden ist.

Doch seien wir mal ehrlich: Diese Art des unbedachten Konsums wie am Black Friday ist nun wirklich nicht nachhaltig. Stattdessen sollten wir bewusster einkaufen und wichtige Ressourcen sparen.

Diese Meinung vertreten auch Bewegungen wie Green Friday, Fair Friday oder Circular Monday. Gemeinsam ist diesen Bewegungen das Ziel, bewusst mit Ressourcen umzugehen statt dem Konsumwahn nachzugeben. In den letzten Jahren haben sich auch immer mehr Unternehmen, Organisationen und Influencer an Aktionen für ein nachhaltigeren Konsum beteiligt. Machen wir eine Bestandsaufnahme:

Haben Sie sich in letzter Zeit immer wieder gefragt werden: “Wann ist Black Friday?” oder “Welche Geschäfte bieten spezielle Black Friday Rabatt-Aktionen an?” Wenn ja, dann gehören Sie wahrscheinlich zu denjenigen 65 Prozent der Deutschen, die dieses Jahr gezielt am Black Friday auf Schnäppchen-Jagd gehen. (Quelle: t3n | Studie: Deutsche wollen am Black Friday noch mehr ausgeben als sonst).

Der Black Friday findet alljährlich am letzten November Wochenende statt!
Laut einer Shopify-Studie nehmen 2021 65 Prozent der Deutschen am Black Friday und Cyber Monday teil – 4 Prozent mehr als im Jahr 2020!

Wo hat der Black Friday seinen Ursprung?

Auch wenn sich alljährlich Millionen von Menschen an den vielen Sonderangeboten an diesem Tag erfreuen, werden nur die wenigsten Schnäppchenjäger den Ursprung und die Entstehungsgeschichte des Black Friday kennen.

Made in USA

 

Der Black Friday stellt den stationären Handel vor große Herausforderungen!
Der Black Friday gleicht in einigen Ländern einer regelrechten Shopping-Schlacht

Der Black Friday entstand ursprünglich in den USA und findet am Tag nach dem bekannten Thanksgiving statt, eines der wichtigsten Feiertage in den USA, das jedes Jahr am vierten Donnerstag im November gefeiert wird. Am Tag nach dem Fest bürgerte es sich ein, dass viele Amerikaner einen Brückentag einzogen, um das lange Wochenede für ein frühes Weihnachtsshopping zu nutzen – schließlich wurden zu Thanksgiving bereits die Geschenkwünsche der Familienmitglieder miteinander besprochen.

Auf diese Weise entwickelte sich der Freitag nach Thanksgiving zu einem regelrechten Ausverkaufstag, der fortan die Einkaufssaison am Jahresende einleitete. Da der Ansturm auf die Geschäfte an diesem Tag in den USA zu massiven Staus führte, wurde er daher auch als “Schwarzer Freitag” bezeichnet. Eine andere Version erinnert jedoch an die schwarze Tinte, mit der die Geschäftsbücher der Händler ausgefüllt wurden … 🤔

Black Friday ‘auf die deutsche Art’

Der Black Friday, als eintägige Verkaufsveranstaltung, an dem der Einzelhandel alljährlich mit speziellen Rabattaktionen zum Verkauf von Produkten wirbt, existiert in Deutschland bereits seit 2013.

Seitdem ist die Begeisterung für diesen Sonderangebotsmarkt stetig gewachsen. Laut einer Statista-Umfrage zur Bekanntheit von Black Friday gaben 2018 bereits 95 Prozent der Befragten an, den Aktionstag zu kennen, rund 60 Prozent fügten hinzu, hier gezielt Einkäufe zu tätigen, um von den zahlreichen Schnäppchen-Angeboten in den Bereichen Mode, Elektronik und Hightech zu profitieren

Ganz anders als in den USA, wo dieser Tag hauptsächlich im stationären Einzelhandel stattfindet, lebt der Black Friday hierzulande von seinen Online-Angeboten. Seitdem sich das Kaufverhalten zunehmend ins Internet verlagert, werben Händler seit einigen Jahren am sogenannten “Cyber Monday” mit ähnlichen Sparaktionen.

Somit hat sich Black Friday in den USA, Deutschland und anderen Ländern zu einem 4-tägigen Verkaufswochenende voller Sonderangebote entwickelt. Dieser Zeitraum wird demnach auch als “Cyber-Week” oder “Black-Week” bezeichnet.

Am Black Friday boomt in Deutschland vor allem der Online-Handel!
Der Handelsverband Deutschland prognostizierte 2019 eine Umsatzsteigerung am Black-Friday-Wochenende auf 3,1 Milliarden Euro

Black Friday / Cyber Monday: Eine reine Illusion des Super-Schnäppchens?

Wer am Black Friday zuschlagen will, sollte vorher Preise vergleichen
Wer plant am Black Friday ein teures Produkt zu kaufen, sollte die Preise im Vorfeld vergleichen!

Die stark reduzierten Waren sind für Schnäppchenjäger oft eine große Verlockung für einen Kauf. Aber hier ist vorsicht geboten, denn häufig landen lediglich Auslaufmodelle oder Ladenhüter im beworbenen Rabatt-Angebot. Käufer sollten demnach gezielt vorgehen und vorab wissen, welches Produkt sie kaufen möchten, statt spontan zuzugreifen. Wenn man diese einfachen Regeln befolgt, bietet der Black Friday bei teuren Produkten, wie Hightech-Waren, durchaus die Gelegenheit, ein preisgünstiges Schnäppchen zu ergattern.


Auch beim Kauf von Haushalts- und Elektrogeräten wie Waschmaschinen, Kühlschränken, Backöfen etc. ist der Black Friday ein beliebter Tag.

“Bis zu 50% sparen!” – das sind die Werbeversprechen, mit denen Anbieter ihre Kundschaft am Black Friday in die Geschäfte und Online-Shops locken? Doch mal ganz ehrlich: Ist der alljährig stattfindende Black Friday wirklich ein Garant für Schnäppchen? Und spart man wirklich Geld, wenn man am Cyber Monday die Ladentheken stürmt?

Beginnen wir mir den Fakten: Natürlich sind Mega-Sonderangebote möglich, aber nicht alles ist billig! Mehr Licht ins Dunkle bringt das Ergebnis einer 2020 durchgeführten Preisstudie des Vergleichsportals “idealo”: 61 Prozent der Produkte waren am Black Friday günstiger als im Vormonat Oktober. Im Durchschnitt liegt die Ersparnis am Black Friday jedoch bei gerade einmal 4 Prozent. Insbesondere in der Produktkategorie “Haushaltsgeräte” sind keine großen Rabattaktionen zu erwarten.

Ist es also das Risiko wert? 

Der Cyber Monday findet jedes Jahr genau drei Tage nach dem Black Friday statt.
Auf die Rabatt-Schlacht zum Black Friday folgt der Cyber Monday

Green Friday, Fair Friday: Gegenströmungen, die man ernst nehmen sollte?

Eins steht fest: Der Black Friday ist aus wirtschaftlicher Sicht ein wahrer Segen für viele Unternehmen. Aus ökologischer Sicht bringt der Tag jedoch einige Probleme mit sich. Man denke nur an die CO2-Emissionen und unnötigen Plastikabfälle, die für die Herstellung und Entsorgung der gekauften Produkte anfallen. Oder einfach gesagt: Black Friday und Nachhaltigkeit – das passt grundsätzlich nicht zusammen.

Als Gegenbewegung zum Black Friday wurden bereits 2015 die ersten Ideen für den Green Friday geformt. Anstatt von satten Rabatten zu profitieren, lenkten die Pioniere der Green Friday-Bewegung den Fokus auf nachhaltigen Konsum.

Erfreulich an der Entwicklung ist, dass sich mittlerweile immer mehr Unternehmen von der Black Friday Logik distanzieren und an den vielfältigen Green Friday Aktionen partizipieren: SOS Zubehör wird in diesem Jahr ebenfalls dabei sein!

Zwischenzeitlich tauchen in Deutschland weitere Anti-Konsum-Trends auf, wie z. B. Slow Consumption, aber auch Selbstreparatur und DIY sind im Kommen.

Black Friday oder Fridays for Future, Konsum oder Klimaschutz sollten kein Widerspruch sein?
Die Auswirkungen des Klimawandels lassen sich direkt auf das menschliche Konsumverhalten zurückführen!

Mit Blick auf diese Bewegungen stellt sich also die entscheidende Frage: Neukaufen oder Altes instandsetzen?

Version 2021: Wird der Black Friday künftig weiter existieren können?

Mit dem Onlinehandel wächst auch der dadurch ausgelöste Verpackungsmüll - mit negativen Folgen für die Umwelt.
Wussten Sie, dass ein Drittel der verkauften Waren wieder an die Händler zurückgeschickt wird – und dort oft direkt in den Müll wandert.

Trotz der Entstehung alternativer “Gegenbewegungen”, wie der Green- und Fair-Friday, hat das Phänomen Black Weekend keineswegs an seiner Popularität eingebüsst. Im Gegenteil: Der Handelsverband Deutschland rechnet in diesem Jahr sogar mit einem Umsatzplus von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In absoluten Zahlen ausgedrückt, entspricht dies einem Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro zu Black Friday und Cyber Monday (Quelle: Handelsverband Deutschland).

Ob der Black Friday Hype also abflauen wird, kann mit aller Zuversicht erst in den nächsten Jahren beobachtet werden.

Geräte reparieren, anstatt Sie zu ersetzen!

 

Der Versuch der Selbstreparatur: ein Reflex, den man sich aneignen sollte!

Seien wir ehrlich. DIY, ist nicht die Einzige, aber eine der Möglichkeiten, neue, verantwortungsvollere Konsumgewohnheiten in sein Leben zu integrieren. Reparieren statt wegwerfen heißt das Motto, das heute dank der vielen Tutorials im Internet für jeden erreichbar ist.

Worauf warten Sie also noch?
Sparen Sie Geld und tun Sie gleichzeitig etwas für den Planeten, indem Sie ihr altes Haushaltsgerät reparieren, anstatt sich ein Neues zuzulegen…Klingt nach einem guten Plan, oder?!

Lassen Sie sich inspirieren und entdecken Sie alle unsere Reparaturhilfen in unserem Werkstatt-Blog!

SOS Zubehör bietet Fehlersuche und Reparaturhilfe für sämtliche Haushaltgeräte
In unserem Werkstatt-Blog finden Sie hilfreiche Tutorials und Anleitungen, wie Sie ihr Haushaltshaltsgerät selber reparieren!

Setzen Sie auf nachhaltige Produkte!

Leider müssen Sie sich trotz Ihrer ambitionierten Reparaturversuche damit abfinden, ein neues Gerät zu kaufen? Dann haben wir hier einige Ratschläge für sie!

 

Kaufen Sie ein gebrauchtes oder generalüberholtes Haushaltsgerät

Überholte Haushaltsgeräte von einem zertifizierten Händler sind in der Regel technisch einwandfrei. Dennoch sind nur wenige Deutsche bereit, ein Elektrogerät reparieren zu lassen.
Gebrauchte Haushaltsgeräte sind preiswerter als Neugeräte und werden von ausgewählten Anbietern komplett generalüberholt angeboten!

Wie wäre es, wenn Sie sich mit einem gebrauchten oder generalüberholten Gerät ausstatten?

Viele Privatpersonen verkaufen ihr altes Haushaltsgerät oftmals wegen kleinen Fehlern, die sich jedoch mit ein wenig Einsatz schnell beheben lassen.

Doch wo bekommt man die gebrauchten Geräte her? Online-Shops wie Refurbed, Troc & Co. bieten eine umfassende Palette an Second-Hand Haushaltsgeräten an, die nach der Abgabe durch den Vorbesitzer wieder instand gesetzt wurden. Manchmal handelt es sich einfach um einen Präsentationsfehler, der z. B. mit dem Transport zusammenhängt und das Produkt vom klassischen Vertriebsweg ausschließt. Technisch funktionieren die Geräte jedoch einwandfrei!

Mit gutem Beispiel voran: der französische Reparatur-Index

Zu Beginn des Jahres 2021 hat die französische Regierung den sogenannten Reparatur-Index eingeführt. Das auch innerhalb Deutschlands mit großem Interesse beobachtete Label zeigt Verbrauchern in Form eines Punktesystems an, wie gut ein entsprechendes Neugerät reparierbar ist. Der Index wird zunächst nur für die Produktgruppen Smartphones, Fernseher, Laptops, Waschmaschinen und Rasenmäher verpflichtend eingeführt. Es ist jedoch geplant, dass ein solches Bewertungssystem auch auf weitere Gerätegruppen ausgeweitet wird.

Auch wenn ein derartiges Punktesystem hierzulande noch nicht existiert, sollten Sie beim Neu- oder Gebrauchtkauf stets auf die Reparatur Freundlichkeit ihrer Haushaltsgeräte achten!

Um die richtige Wahl zu treffen, lassen Sie sich von uns beraten oder besuchen Sie unsere Webseite, auf der die zuverlässigsten Haushaltsgeräte in jeder Kategorie aufgelistet sind.

Ein Reparaturindex soll in Frankreich leicht zu reparierende Elektronik fördern
Seit dem 1. Januar 2021 gibt es in Frankreich einen Reparatur-Index

 

Wir hoffen, dass wir Sie mit diesem Beitrag motivieren konnten, künftig verantwortungsbewusster mit dem Themenkomplex Konsum und Nachhaltigkeit umzugehen. Dieses Jahr schließt sich SOS Zubehör der Green Friday-Bewegung an und spendet 10 Prozent seines Umsatzes, welches am 26. November 2021 generiert wurde, an die Organisation HOP (Halte à l’Obsolescence Programmée), die seit 2015 gegen geplante Obsoleszenz kämpft.

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