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Ihre Wäsche wird nicht gut gewaschen, Ihre Waschmaschine bleibt während des Waschgangs stehen, oder zeigt einen Fehlercode an? Dann sollten Sie vielleicht die Druckkammer Ihrer Waschmaschine reinigen. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie diese Reinigung selbst durchführen können:

  1. Wie funktioniert der Druckschalterkreis einer Waschmaschine?
  2. Welches sind die Anzeichen für eine verstopfte Druckkammer ?
  3. Warum ist der Schaltkreis gestört und muss er gereinigt werden?
  4. Wie wird die Druckkammer gereinigt?
  5. Wie lässt sich vermeiden, dass das Problem erneut auftritt?

Wie funktioniert der Druckschalterkreis einer Waschmaschine?

Zuerst werden wir Ihnen das Funktionsprinzip des Druckschalterkreises erklären. Auf diese Weise lässt es sich leichter verstehen, warum es wichtig ist, die Druckkammer einer Waschmaschine zu reinigen.

Der Druckschalterkreis setzt sich aus drei Elementen zusammen:

  • Einem Druckschalter
  • Einem Druckschalterrohr
  • Einer Druckkammer

Die elektronische Karte, die ebenfalls als Steuerplatine bezeichnet wird, steuert und verwaltet die Informationen dieses Schaltkreises, um sein ordnungsgemäßes Funktionieren zu gewährleisten.

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Der Druckschalterkreis hat folgendes Funktionsprinzip:

Sobald Sie das Programm Ihrer Waschmaschine gewählt haben, wird die Tür verriegelt und dann wird die Wäsche gewogen. Danach wird ein paar Sekunden lang Wasser in die Maschine eingelassen, ein kurzes Abpumpen durchgeführt und schließlich wieder Wasser eingelassen. Dann tritt der Druckschalter in Aktion. Genau in diesem Moment gelangt das Wasser in die Trommel.

Wir haben zu Beginn dieses Beitrags von der Druckkammer gesprochen, die jetzt zum Einsatz kommt. Sie kann sich außerhalb der Trommel befinden oder darin eingefasst sein. Mit dieser Druckkammer ist ein Rohr oder ein Hohlraum aus starrem Kunststoff verbunden. Je nach Modell oder Hersteller können diese Teile unterschiedliche Formen haben. Egal, ob es ein Rohr oder ein Hohlraum ist – im Allgemeinen sind sie schräg montiert. Oben an dieser Druckkammer befindet sich eine Düse, an der dieses Rohr mit kleinem Durchmesser angeschlossen ist (Durchmesser eines Kugelschreibers). Am Ende dieses Rohrs befindet sich ein Druckschalter.

Die Druckkammer befindet sich gewöhnlich im unteren Teil des Bottichs der Waschmaschine.  Sie können sie ziemlich leicht finden. Dafür müssen Sie einfach nur dem dünnen Rohr (mit dem Durchmesser eines Kugelschreibers) folgen, welches vom Druckschalter in Richtung Bottich verläuft. Das Druckschalterrohr (im Foto oben) kann von unterschiedlicher Farbe sein: schwarz, rot, grau usw. An anderen Modellen sitzt die Druckkammer auf dem Block, an dem sich die Ablaufpumpe befindet.

 

Das Funktionsprinzip dieses Druckschalters ist einfach:

Das einfließende Wasser gelangt von der Unterseite der Druckkammer aus in den Bottich und komprimiert die darin befindliche Luft. Dann strömt die Luft durch das Rohr zum Druckschalter.

Beim Druckschalter handelt es sich im Allgemeinen um ein rundes Teil, in dessen Inneren sich eine undurchlässige Membran und elektrische Kontakte befinden. Durch das in den Bottich und die Druckkammer eindringende Wasser bläht die Luft schließlich die Membran auf, drückt aber auch gegen die elektrischen Kontakte, die ihrerseits das Wasser abschalten und zum Beispiel die Erwärmung des Heizelements veranlassen.

Welche Symptome treten bei einer verstopften Druckkammer auf?

  • Der Wasserstand ist zu niedrig oder im Gegenteil zu hoch. Es kann also vorkommen, dass die Waschmaschine überläuft, oder dass sie nicht heizt.
  • Es kann zu einem Stillstand bei laufendem Waschgang und der Anzeige eines Fehlercodes kommen (die Kontrollleuchte blinkt).
  • Es kommt vor, dass die Wäsche nicht richtig gewaschen wird.
  • Es ist auch möglich, dass das Waschmittel sich nicht auflöst.
  • Es kommt vor, dass die Waschmaschine nicht schleudert.

 

Warum ist der Schaltkreis gestört und muss er gereinigt werden?

Wenn der Druckschalterkreis gestört ist, bedeutet das, dass der richtige Wasserstand nicht mehr erreicht werden kann. Es ist möglich, dass zu viel oder zu wenig Wasser in die Waschmaschine eingelassen wird, oder dass die elektrischen Kontakte nicht richtig betätigt werden.

Es kommen für eine Störung des Druckschalterkreises drei Ursachen in Betracht:

  • Die Druckkammer ist verstopft

Die Kammer ist nichts anderes als eine Glocke, das Wasser fließt dort ein und aus. Während des Waschvorgangs wird das Wasser durch Waschmittel- und Weichspüler-Rückstände und sonstigen Schmutz verunreinigt, so dass sich mit der Zeit in der Druckkammer eine fettige und zähflüssige Schicht bildet. Das Wasser kann dann nicht mehr denselben Druck ausüben, weil die Druckkammer schon teilweise gefüllt ist. In den meisten Fällen steigt der Wasserstand, ohne dass sich der Druckschalter einschaltet, wodurch das Wasser schließlich überläuft. Auf diese Weise kann eine Überschwemmung entstehen.

Es kann auch die gegenteilige Wirkung entstehen, wenn der Schmutz die Druckkammer vollständig verstopft und die Luft daher nicht mehr abgeleitet wird. Da der Druckschalter sich so verhält, als sei die Waschmaschine voller Wasser ist – sogar nachdem das Wasser abgepumpt wurde – lässt er keinen Schleudergang zu. Die Waschmaschine kann auch ohne Wasser zu heizen beginnen, wodurch das Heizelement überhitzt und gebrauchsunfähig wird. In diesem Fall muss es ersetzt werden.

  • Das Druckschalterrohr ist beschädigt

Er kann geknickt sein oder Löcher haben. Es entstehen dann ähnliche Pannen wie bei einer verstopften Druckkammer. Wenn das Druckschalterrohr defekt ist, kommt es vor, dass die Waschmaschine überläuft.

  • Der Druckschalter ist beschädigt

Der Druckschalter kann die Ursache für die Panne sein. Neuerdings installieren die Hersteller sogenannte elektronische Druckschalter, die gewöhnlich für Probleme beim Schleudern verantwortlich sind.

 

Wie wird die Druckkammer gereinigt?

Alle Druckkammermodelle können abmontiert und mit warmem Wasser sowie einer Bürste für Babyfläschchen gereinigt werden.

Manche Modelle sind in die Trommel eingeformt, schwer zu finden, und können nicht abmontiert werden.  Man kann sie am Druckschalterrohr erkennen, das daran angeschlossen ist.  Für diese nicht waschbaren Druckkammermodelle geben wir Ihnen trotzdem einige Hinweise, wie Sie sie reinigen können.

Praktische Informationen :

Verwenden Sie keine starken Reinigungsmittel (wie z. B. Rohrreiniger), weil Sie dadurch die Waschmaschine beschädigen und sich selbst in Gefahr bringen würden! Wir empfehlen, ggf. eine Lösung mit Haushaltsessig zu verwenden, die kalklösend wirkt.

Am Druckschalter können Sie das Gummirohr abziehen. Dann brauchen Sie eine große Spritze, die Sie mit warmem Wasser füllen. Stecken Sie die Spritze in das Rohr, das mit dem Druckschalter verbunden ist, da dieses Rohr in Richtung Trommel und daher zur Druckkammer führt.

Wenn die Spritze gut sitzt, genügt es, schnell und kräftig auf den Kolben zu drücken. Dieser Vorgang sollte mehrmals mit warmem Wasser wiederholt werden. Achten Sie darauf, dass Sie mit der Spritze keine Schmutzstoffe ansaugen, die dann in das Rohr eingespritzt würden.

Nachdem der Vorgang einige Male wiederholt wurde, lassen Sie das Wasser aus der Waschmaschine ab. Blasen Sie dann in das Rohr, um es zu trocknen. Jetzt können Sie alle Anschlüsse wiederherstellen und einen Waschgang durchführen. Die Störung dürfte behoben sein.

Es genügt nicht, sich zu sagen: „Ich werde hineinblasen. Das genügt, um die Kammer zu befreien.“ Das hilft höchstens für ein paar Waschvorgänge und ist langfristig nicht effektiv, weil Sie nur ein kleines Loch schaffen, das sehr schnell wieder verstopft wird. Gehen Sie also wie oben beschrieben vor, um die Arbeit richtig zu machen.

 

Wie lässt es sich vermeiden, dass das Problem wieder auftritt?

  • Achten Sie darauf, mindestens einmal pro Monat auf 90°C zu waschen.
  • Verwenden Sie nicht zu viel Waschmittel oder Weichspüler.
  • Denken Sie daran, regelmäßig eine gründliche Reinigung mit einem geeigneten Pflegemittel oder Haushaltsessig durchzuführen.
  • Überprüfen Sie Ihre Anlage: Ihr Abflussrohr sollte sich 65 cm über dem Boden befinden, und der Ablaufschlauch darf nicht mehr als 15 cm tief in das Rohr eindringen. Wenn der Schlauch zu tief eingesteckt wird, entsteht ein automatischer Saugeffekt, wodurch das ablaufende Wasser dann wieder in die Maschine zurückfließt.

 

Da der Druckschalterkreis und insbesondere die Druckkammer jetzt vollständig frei sind, sollten Sie keine Probleme mehr mit Ihrer Waschmaschine haben – weder mit dem Wasserstand noch mit dem Schleudern. Sie haben die Reparatur selbst durchgeführt!

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